Im Yoga kannst Du neben dem Praktizieren von Asanas auch Pranayama, gezielte Atemtechniken, nutzen um Dich wieder mit neuer Energie zu versorgen. Dabei eignet sich vor allem Kapalabhati jetzt im Frühling um Dich effektiv zu aktivieren und zu energetisieren. „Kapala“ bedeutet auf Sanskrit „Kopf“ oder „Schädel“, „bhati“ steht für „strahlen“, so dass Kapalabhati auch der leuchtende Schädel genannt wird. Außerdem trägt diese Atemtechnik auch die Namen Feueratmung oder Schnellatmung. Im Gegensatz zu unserer natürlichen Atmung wird hierbei aktiv und schnell ausgeatmet, während die Einatmung im Anschluss passiv erfolgt.

Diese positiven Wirkungen hat Kapalabhati für Dich

Du kannst Kapalabhati insbesondere am Morgen praktizieren, da es eine anregende, wachmachende Wirkung hat. Durch die Kontraktion des Bauches wirkt es zum einen erhitzend und aktiviert zum anderen auch Dein Verdauungssystem. Daher solltest Du jedoch nicht mit vollem Magen praktizieren.
Durch den schnellen Atemrhythmus wird Dein Blut mit viel frischem Sauerstoff angereichert, was Deine Konzentration und Klarheit fördert. So ist dieses Pranayama auch ein wundervolles Mittel gegen Müdigkeit und Niedergeschlagenheit und gibt Dir neue Lebensfreude. Deine Atemwege werden zudem gereinigt, Deine Lungenkapazität gestärkt und Dein Zwerchfell, sowie Deine Atemhilfsmuskulatur gekräftigt.

Kapalabhati

So übst du Kapalabhati

  • Komme zunächst in einen aufrechten, bequemen Sitz, gern kreuzbeinig. Deine Wirbelsäule ist aufgerichtet, der Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule. Legen Deine Hände auf Deinen Knien oder Oberschenkeln ab.

  • Schließe für die Übung gern Deine Augen.

  • Nimm einige tiefe Atemzüge durch Deine Nase.

  • Fülle im Anschluss deine Lunge zu etwa zwei Drittel mit Luft, so dass sich Deine Bauchdecke nach außen wölbt.

  • Atme nun mehrfach stoßartig aus. Bei jeder Ausatmung ziehst Du Deinen Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule, so dass Dein Zwerchfell nach oben gedrückt wird. Die anschließende Einatmung erfolgt dann jeweils passiv, indem Du Deine Bauchmuskulatur wieder entspannst.

  • Führe ca. 20 Wiederholungen (20 Mal stoßweise ausatmen) durch, atme dann nochmal vollständig aus, wieder tief einatmen. Halte nun nach dem Einatmen deine Luft für einige Momente an, atme dann aus und ganz entspannt weiter.

  • Wenn Du Dich dabei gut fühlst, führe zwei bis drei Runden aus, mit je 20, 40 und 60 Wiederholungen.

  • Beende dann, in dem Du zu Deiner natürlichen Atmung zurückkehrst und noch kurz mit geschlossenen Augen nachspürst.

Wann solltest Du nicht üben?

Praktiziere Kapalabhati nicht mit vollem Magen. Wenn Du schwanger bist, solltest du ebenfalls auf diese Atemtechnik verzichten. Auch bei Problemen im Bauchraum, wie Entzündungen oder nach Operationen, bei Bronchitis, sowie Zwerchfellrissen, solltest Du die Feueratmung nicht üben. Hole Dir im Zweifelsfall Rat bei Deinem Arzt.



Ich hoffe, Kapalabhati hilft Dir zu neuer Energie und Klarheit jetzt im Frühling. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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